Damwildhegegemeinschaft Beverstedt

Zahlen/Organisation

Die Damwildhegegemeinschaft besteht aktuell aus 71 Revieren mit einer Gesamtfläche von ca. 40000 ha, die sich auf 4 Hegebezirke verteilen.

Vorsitzender:
Ralf Blümke-von der Hellen
Tel. 04747 / 601
Stellvertreter:
Christian Wencke
Tel. 0421 / 632586
Schriftführer:
Markus Hummel
Tel. 0176 / 63145418
eMail
Leiter Hegebezirk I:
Heiner Riggers

im Bereich: Frelsdorf, Appeln, Geestenseth, Wollingst.
Tel. 04749 / 8261
eMail
Leiter Hegebezirk II:
Karl Heinz Ledebur

im Bereich: Donnern, Wehdel, Bramel, Bexhövede,
Loxstedt, Herrstedt, Wehldorf
Tel. 04703 / 1530
eMail
Leiter Hegebezirk III:
Ralf Blümke-von der Hellen

im Bereich: Beverstedt, Osterndorf, Wellen, Brunshausen,
Bokel, Hollen, Lunestedt.
Tel. 04747 / 601
eMail
Leiter Hegebezirk IV:
Christian Wencke

im Bereich: Harrendorf, Albstedt, Hagen, Driftsethe.
Tel. 0421 / 632586
eMail

Geschichte

Von den Anfängen bis zur Gegenwart

„Unglaublich“ sagt mein Schwiegervater Bruno von der Hellen immer wieder zu mir wenn die neuen Streckenergebnisse unserer Hegegemeinschaft bekannt werden. Ja, es ist wirklich manchmal unglaublich wie sich, gerade aus seiner Sicht, das Damwild in unseren heimischen Revieren entwickelt hat. Er hat schließlich, geboren 1933, alles hautnah miterlebt.

Aus einer Laune heraus wurden 1935 im Revier Vinnen/Osterndorf durch John Mahn und im Revier Dohren durch Heinrich Börger je 1 Hirsch und 3 Tiere ausgesetzt.
Das war der Start in eine wirklich „unglaubliche“ Verbreitung und Dominanz unseres Damwildes.
Denn schon nach relativ kurzer Zeit hatte sich das Damwild gut eingelebt und der Bestand erlaubte eine vorsichtige Bejagung.
So konnte Bruno von der Hellen sen. am 10 Nov. 1940 den ersten Hirsch in Wellen erlegen.
Der Bestand entwickelte sich prächtig weiter bis zum Ende des II. Weltkrieges. In den Wirren der Nachkriegsjahre 1945 und 1946 ist der Damwildbestand aber leider durch Amerikanische Besatzungstruppen fast völlig zusammengeschossen
worden.
Davon musste sich das Damwild erst wieder erholen, doch das anpassungsfähige und lernfähige Damwild hatte sich bereits gut eingelebt und so konnte, auch durch entsprechende Hege, der Wildbestand relativ schnell wieder aufgebaut werden. Das Damwild dankte der Hege mit hohen Zuwächsen und breitete sich in angrenzende Reviere aus. Die Damwildbejagung musste organisiert werden und so wurde im Jahr 1954 der Damwildhegering Beverstedt, auf Initiative von KJM Hoffmeyer, gegründet. Zu diesem Hegering gehörten auch anliegende Reviere aus dem Kreis Bremervörde ( Ahe, Altwistedt, Kuhstedt) und dem Kreis Osterholz (Oldendorf, Hellingst, Giehle, Steden, Vollersode, Hambergen, Wallhöfen).
Durch entsprechende Schonung und Fütterungen wurde Ende der 1950er Jahre der Damwildbestand bereits auf etwa 250 Stück geschätzt. Freigegeben wurden 20 Hirsche und 41 Schmaltiere und Kälber ( keine Alttiere!). Bei den männlichen Stücken wurden durchweg nur Hirsche der Kl. IIb und einige Kl. Ia freigegeben.
Was dann aber wirklich erlegt wurde läßt sich leider nicht mehr feststellen. In den folgenden 15 Jahren stiegen die Abschussfreigaben kontinuierlich an und erreichten 1970 dann schon 60 Hirsche und 80 Stück Kahlwild.
Im Jahr 1970 änderte sich auch Grundlegenes im Hegering. Durch die Gebietsreform und den damit verbundenen Verlust der Reviere aus Bremervörde und Osterholz entstand der Vorgänger unserer heutigen Damwildhegegemeinschaft Beverstedt.
42 Reviere verabschiedeten am 16.02.1970 in einer Gründungsversammlung eine neue Satzung und organisierten sich zur gemeinschaftlichen Bewirtschaftung des Damwildes.
Das Damwild hatte sich zu einer Hauptwildart in unserer Region entwickelt und wurde zur dominanten Wildart in vielen Revieren. Doch in den folgenden Jahren gab es eine einschneidende Veränderung für das Damwild.
Wie ich so die alten Unterlagen von meinem Schwiegervater durchblättere, fällt mir ungewöhnliches auf.
So stiegen die Zahlen im Abschussplan nach der Gebietsreform bis 1974/75 stetig an, um dann plötzlich zu sinken, ja sie brachen förmlich zusammen. 1979 wurden nur noch 24 Hirsche und 35 Stück Kahlwild im Abschussplan freigegeben!
Was war passiert?
Mein Schwiegervater konnte sich noch gut erinnern; Verantwortlich dafür war eine Naturkatastrophe. An einem Morgen im Jahr 1976 fegte ein Orkan über Norddeutschland und hinterließ eine völlig andere Welt in den Revieren des Wildes. Die Waldflächen waren zum Teil verschwunden, das angestammte Revier des Wildes mit seinen Einständen und Wechseln war völlig verändert. Daraufhin wurden die Windwurfflächen geräumt und viele Kilometer Zäune für die Wiederaufforstung errichtet. Das Damwild musste sich umstellen und viele Stücke verließen die Kernreviere um sich in umliegende Reviere neue Einstände zu suchen. Die Gewohnheiten und das Verbreitungsgebiet des Damwildes veränderte sich und damit natürlich auch die Bejagung.
Erst Anfang der 1980  ́er Jahre stiegen die Abschusszahlen wieder an und betrugen 1986-87 mit 53 Hirschen und 85 Stück Kahlwild wieder ähnlich viel wie 1970.
Durch die vielen neu angelegten Dickungen schien sich das Damwild sehr wohl zu fühlen. Es ging stetig Bergauf mit der Strecke und bereits 1994 wurden knapp 200 Stück Damwild erlegt.

Im Jahr 1994 wurde auch, unter Anregung von KJM Tielking und mit Abstimmung der Bezirksregierung, eine Änderung der Abschusskriterien in unserer Hegegemeinschaft als Versuch eingeführt. Wurden früher die Hirsche nicht nur nach Alter sondern auch nach Güteklassen (A + B) gejagt und bewertet, war nun nur noch das jeweilige Alter der Hirsche das entsprechende Abschusskriterium. Dieser erfolgreiche Versuch wurde 2001 im neuen Jagdgesetz verankert. Mit der Verabschiedung des neuen Jagdgesetzes wurde der Hegering dann in eine anerkannte Hegegemeinschaft umgewandelt.

2001-2002 wurden bereits 378 Stück Damwild gestreckt.

Das Damwild wurde in vielen Revieren die Hauptwildart und es ist eine Freude diese eindrucksvolle Wildart in seinem Revier zu hegen und zu jagen. Doch trotz steigender Abschusszahlen musste in einigen Revieren der stark überhöhte Damwildbestand reduziert werden. Dazu wurden erstmals in der Hegegemeinschaft Revierübergreifende Ansitz – und Bewegungsjagden organisiert. Zusätzlich wurden ab einem bestimmten Zeitpunkt in den Hegebezirken die nicht erlegten Stücke für alle Reviere freigegeben um den gesamten Abschussplan zu erfüllen.

2004/05: 412 Stücke auf der Strecke.
2006/07:Steigerung auf 433 Stück.
2010/11: unser bisher größtes Ergebnis von 570 Stück Damwild!

„Unglaublich“ was für eine Dynamik doch diese Wildart, trotz der widrigen Anfänge und Rückschläge, besitzt.

Eine Dynamik die aber auch für Land – und Forstwirtschaft verträglich sein muss. Daher muss das Damwild weiterhin gemeinsam und effizient gejagt werden um einen verträglichen und gesunden Damwildbestand zu erhalten. Das muss das Ziel unserer Hege sein, damit das Erbe unserer Vorgänger, unser Damwild, weiter in unseren Revieren seine Fährte zieht und wir mit Freude jagen können.


Ralf Blümke v.d.Hellen
Vors. Damwildhegegemeinschaft Beverstedt

Aktuelles & Termine

Hier nun die Gesamtstrecke der diesjährigen, revierübergreifenden Ansitz- und Bewegungsjagd vom 17.11.2018:

    Damwild:         303 Stück
   …

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Bejagungsrichtlinien für Damwild der Damwildhegegemeinschaft Beverstedt. (Stand 02/2013)

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Das ist der Panseninhalt von einem völlig abgekommenen Knieper. Der Mensch verdreckt mit Plastikplanen nicht nur die Landschaft. Leider findet unser…

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Mal wieder zwei Hirsche, die leider erlöst werden mussten, weil jemand erneut Litzen und Band in der Landschaft liegen gelassen hat.

Das Kuriose…

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Angehängt findet Ihr das Streckenergebnis der Damwildhegegemeinschaft Beverstedt für das Jagdjahr 2017/2018.

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Unser Vorsitzender Ralf Blümke-von der Hellen lässt ausrichten, dass sich die DHG-Beverstedt am Montag, den 05. März 2018 um 19.30 Uhr bei Plate in…

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Aktuelles & Termine

Leider hatten wir die falsche Ausschreibung veröffentlicht. Anbei nun das korrekte Schreiben.

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In diesem Jahr erfolgt die Ausrichtung der Kreismeisterschaft im Jagdlichen Schießen mit Hegering-Vergleichsschießen am 15. Juni 2019 auf dem…

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Kurz nach der Freisprechung und dem Erhalt der Jägerbriefe trafen sich die Jungjäger erneut, um 40 Obstbäume zu pflanzen.

Die Aktion wurde vom…

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